Timo Haupt – Nein, ich bin kein Hundetrainer

Mein Name ist Timo Haupt. Ich bin 37 Jahre jung und lebe gemeinsam mit meiner Frau, unserem Sohn und unseren 5 Hunden in Eckernförde in Schleswig-Holstein. Hunde begleiten mich schon mein ganzes Leben…

So oder so ähnlich müsste meine Vorstellung aussehen, um mich in die Riege der vielen, vielen „Hundetrainer“ in Deutschland und deren Vorstellungen auf den diversen Internetseiten einzureihen. Zum Glück bin ich aber kein Hundetrainer und so muss ich nun auch nicht auf diese Phrasen zurückgreifen.

In der Tat begleiten Hunde mich wirklich schon fast mein ganzes Leben. Dennoch bin ich nicht der Meinung, dass dies eine ausreichende Referenz ist, um anderen Menschen Ratschläge erteilen zu können. Ich kenne viele Menschen die schon Jahrzehnte Auto fahren, ein kurze Analyse deren Fahrstil zeigt aber schnell, dass diese Menschen keine Ratschläge über die Benutzung eines PKW geben sollten. So verhält es sich auch in fast allen Fällen bei Hundetrainern. Nur weil man etwas lange macht, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass man es auch wirklich kann, und es berechtigt noch lange nicht dazu, anderen „vorzuschreiben,“ wie man es machen sollte.

Frei nach der Aussage des geschätzten Herrn Dr. von Hirschhausen stellte auch ich mir in der Vergangenheit als Hundehalter oft die Frage: „Wenn das Angebot den Preis bestimmt, warum ist dann „Guter Rat“ teuer?“. Auch ich hatte bereits viele Jahre eigene Hunde und auch mit dem einen oder anderen Hund mehr oder weniger schlimme Probleme. Auch ich holte mir Rat von vielen „Hundetrainern“ und „Fachleuten“. Auch den Bereich „Hundesport“ ließ ich nicht aus und kann in diesem Bereich auch diverse Titel und Meisterschaften vorweisen, auf deren Errungenschaft ich aus heutiger Sicht nicht wirklich stolz sein kann. Ähnlich wie auch viele andere „Kollegen“ durchlief ich die diversen, bekannten Ausbildungen und „Studien“. Über die Ausbildung zum Ausbildungswart im Hundesportverein, diverse Aus- und Weiterbildungen im Bereich des Diensthundeführerwesens bis hin zum bekannten Studium der „Hundepsychologie“, wie es von vielen, bekannten Anbietern im Übermaß feilgeboten wird. Auch ich „verschlang“ die Bücher einer als absolute „Koryphäe“ geltenden Tierärztin mit Schwerpunkt Hundeverhalten aus Schleswig-Holstein.

So verschwendete ich über einen sehr langen Zeitraum sehr viel Zeit und Geld für die Vermittlung von Wissen und diverse Hundetrainer, ohne dass es auch nur ansatzweise etwas verbessert hätte.

Mit der Zeit musste ich mir die Frage stellen, ob vielleicht ich selbst einfach „zu blöd“ war, das, was man mir versuchte zu vermitteln, zu verstehen oder aber, ob an dem vermittelten Wissen etwas falsch ist. Ich war in allen Trainingsangeboten immer die Konstante, ebenso wie das Problem, an welchem gearbeitet werden sollte. Zwangsläufig ist dann ja das Training, bzw. das angewendete „Fachwissen“ die Variable und so machte ich mir dann eine Fähigkeit zunutze, die dem Menschen allein vorbehalten ist – die Fähigkeit der Selbstreflektion! Ich kam nach einiger Zeit zu einem Ergebnis, welches sogar mathematisch einleuchtend war:

Wenn die Summe aus einer Variablen und einer Konstanten nicht zum Ergebnis der 2. Konstanten passt, muss die Variable falsch sein!

So blieb logischerweise nur die Erkenntnis, dass an der Variablen, also an dem mir bisher vermittelten „Wissen“ etwas fehlerhaft sein musste.

Konnte es denn wirklich sein, dass die vorherrschende Überzeugung auf das Individuum Hund falsch war? Man hört doch seit Jahren immer die gleichen Thesen, Meinungen und Vorträge: „Der Hund ist ein Rudeltier und grundsätzlich dominant!“. Konnte es wirklich sein, dass man jahrelang an etwas glaubte und dies praktizierte, obwohl es nicht richtig war?

JA – das konnte sein!

Während ich darüber nachdachte, ob es dies sein könne, fielen mir immer mehr Beispiele dazu ein, wie Menschen jahrelang etwas glaubten und weitergaben, was schlichtweg falsch war. Nicht nur der Fall von Galileo Galilei zeigt dies deutlich. Vor ihm wusste jeder, dass die Erde eine Scheibe sei und auch in unserer heutigen, modernen und aufgeklärten Welt gibt es solche Beispiele. Mir fiel der Fall Eisenberg ein. Eisenberg, ein anerkannter und geschätzter Kinderpsychologe galt über Jahrzehnte als Entdecker von „ADHS“. Über Jahrzehnte hielten Kinderpsychologen an dieser These fest und gaben „verhaltensauffälligen“ Kindern Medikamente. Jeder wusste, dass es ADHS gibt und dieses Problem nur mit Medikamenten behandelt werden könne.

Kurz vor seinem Tod offenbarte Eisenberg selbst gegenüber einem Journalisten und einem Notar, dass er ADHS „nur erfunden“ habe. Er gestand ein, dass es ADHS nicht gibt und die Probleme, die Eltern mit diesen angeblich ADHS – erkrankten Kindern haben, ihren Ursprung ganz woanders begründen. Eisenberg gestand ein, den „Mythos ADHS“ nur geprägt zu haben, um zu sehen, wie die Menschen eine vorgefertigte Meinung eines „Fachmannes“ ungeprüft übernehmen und über Jahrzehnte weitertragen.

Gestärkt durch diese erschreckenden Erkenntnisse begann ich damit, der schlimmste „Querulant“ der Hundegeschichte zu werden. Ich muss auch eingestehen, dass ich bei Vorträgen vieler, bekannter „Hundeflüsterer“ des Raumes verwiesen wurde, weil ich es immer wieder wagte „Warum ist das so?“ zu fragen und auch in den Reihen von Amtsveterinären habe ich mir bestimmt keine Freunde gemacht, wenn ich mit meinen Aussagen und Thesen vieles von dem in Frage stellte, was jahrelang als „Fest“ galt. Dennoch mussten auch diese „Zweifler“ mit der Zeit, auch wenn sie es offiziell nie zugeben würden, eingestehen, dass ich mit meiner Auffassung richtig lag.

„Wer heilt hat Recht!“

Völlig gleich, wie oft diese Leute meine Arbeit auch in Frage stellten, mussten sie den Erfolg zwangsläufig hinnehmen. Während meines „autodidakten Studiums“ von Endokrinologie und Kognition beim Hund fing ich an, mich im Tierschutz zu engagieren. Mit einigen gleichgesinnten gründete ich den PET e.V. (www.pet-tierschutzverband.de) , einen Verein zur Resozialisierung von „verhaltensauffälligen“ oder misshandelten Hunden. Viele der Hunde, die wir dort betreuen, stammen aus anderen Tierheimen. Dort war man mit der Haltung und Betreuung dieser Hunde überfordert und auch die Hilfe diverser Hundetrainer half nicht. Ohne den PET e.V. wären diese Hunde zwangsläufig irgendwann eingeschläfert worden. Im Verein arbeiten wir nach der inzwischen von mir entwickelten „Kognitionstherapie für Hunde“ nach dem „NOFORCE“ Ausbildungskonzept. Wir haben es geschafft, eine Resozialisierungsquote von 100% zu erreichen. Jeder Hund, der von uns nach erfolgter Therapie vermittelt wurde, war „Gesund“ und lebt noch heute in der neuen Familie, ohne jemals wieder auffällig geworden zu sein – eine Bilanz, die keine Fragen offen lässt.

Auch beruflich orientierte ich mich um und gründete „Dognition – Hundeverhaltenstherapie“ (www.dognition-online.de). Mein Kundenstamm besteht zu 90% aus Menschen, die mit ihren Hunden schon so einige Trainer, Psychologen und Therapeuten erlebt haben, denen aber nie wirklich jemand helfen konnte.

Anfangs waren auch meine Kunden eher skeptisch, hatte ihnen bisher doch jeder erzählt, dass seine Methode „die Richtige“ sei. Dennoch ließen sich die Kunden auf das „Experiment“ ein, und da ich meinen Kunden eine Erfolgsgarantie für ein bestimmtes, zuvor festgelegtes Ziel gebe und sie bei nicht eintretendem Erfolg ihr Geld zurückbekamen, gab es keinerlei Grund, es nicht „einfach mal zu probieren“. Bisher haben alle Kunden das gewünschte Ziel mit ihrem Hund erreicht. Dies gelingt aber natürlich nur dann, wenn der Hundehalter bereit ist, sich selbst und seinen Lebenswandel zu hinterfragen und umzustellen. Ist die Grundlage des Verhaltens eines Hundes doch die Information, die er aus seiner Umwelt bekommt, und wir als Menschen müssen uns der Verantwortung bewusst werden, die uns übertragene Aufgabe selbstlos und vollumfänglich zu erfüllen, kann es nur so zu einem harmonischen Zusammenleben von Mensch und Hund kommen.